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Retreats von Pure Habits – Vegane Naturkosmetik selbst herstellen

Neulich habe ich mich mit Katharina im urgemütlichen Golden Temple Teehaus in Hamburg getroffen und ihr einige persönliche und berufliche Fragen gestellt. Wer noch nie da war, sollte definitiv in den schönen Garten gehen.

Katharina bloggt auf purehabits.de und bietet spannende Workshops und Retreats an, in denen du viel über einen gesunden Lifestyle und natürliche Kosmetika lernst – und das nicht nur in der Theorie. In ihren praxisnahen Kursen kannst du lernen wie du Cremes, Öle, Deos etc. selber anrühren kannst. Die Zutaten sind vegan und es ist definitiv ganz einfach Naturkosmetik herzustellen. Ehrlich, ich habe es selber in Katharinas Workshop ausprobiert. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

Ich habe Katharina 19 Fragen gestellt. Aber lies selbst…

1. Du bloggst unter dem Namen purehabits.de. Wie kamst du zum Bloggen und auf den Namen? 

Schon während der Zeit, als ich mein eigenes Kosmetikstudio hatte, habe ich in ganz kleinem Stil angefangen nebenbei zu bloggen. Ich wollte meine Kunden und so viele Interessierte wie möglich mit den Themen, die mich beschäftigen, an denen ich mich erfreue, teilhaben lassen und Know how weitergeben. Damals habe ich dann über Produkte geschrieben, die ich neu im Studio hatte oder über verschiedene Hautpflege-Themen. Heute ist mein Thema mit purehabits immer noch die Hautpflege, aber viel ganzheitlicher, denn ich beziehe die Ernährung mit ein. Immer noch möchte ich möglichst vielen Menschen zeigen wie einfach es ist zurück zur Natürlichkeit zu kommen, indem man sich ganz alltägliche Dinge einfach selbst herstellt. Somit wird die ganze Chemie und die schädlichen Substanzen aus dem Leben verbannt.
Es gab einige Ideen für einen Namen. Nach einem Brainstorming habe ich mich für purehabits entschieden, weil das alles, worüber ich schreibe,im Prinzip nichts weiter als reine oder pure Gewohnheiten sind.

2. Woher holst du dir Input? Probierst du vieles einfach aus oder übernimmst du Rezepte? 

Ich surfe viel im Netz und lass mich inspirieren. Manchmal nehme ich ein Rezept und verändere es ein kleines bisschen. Oder ich gehe über den Wochenmarkt oder sehe irgendwo eine Zutat, die mich in dem Moment anzieht und die man gut nutzen könnte. Daraus kreiere ich dann etwas Eigenes.

3. Wie sieht für dich ein gesunder Lifestyle aus? 

Ein gesunder Lifestyle besteht für mich aus vielen kleinen Teilchen, die zusammen ein wunderschönes Bild ergeben. Für mich persönlich besteht das Puzzle aus einer veganen, vor allem ausgewogenen Ernährung, Bewegung (in meinem Fall Yoga und Laufen), ein positives Mindset, Entspannung, Spaß, Liebe (in Form von richtig guten Freunden, dem richtigen Partner, Familie und Selbstliebe).

4. Wie ist dein beruflicher Werdegang? 

Gelernt habe ich Friseurin und Kosmetikerin. Direkt danach habe ich mich mit meinem Kosmetikstudio, dem Cremetöpfchen ?, selbstständig gemacht. Dieses Lädchen gab es ganze sieben Jahre lang. (Ich staune immer wieder selbst über diese Zeit). Während dieser Zeit hat sich das Angebot vom klassischen zum Natürlichen entwickelt. Ich habe damals schon angefangen mit meinen Kundinnen die Masken und Peeling frisch anzurühren. Nebenbei habe ich die Ausbildung zur „ganzheitlichen Gesundheitsberaterin“ gemacht. Aus privaten Gründen bin ich dann mit meinem Freund vom Land nach Hamburg gezogen, um einfach mal eine neue Luft zu schnuppern. Den klassischen Kosmetikbehandlungen habe ich den Rücken gekehrt und hier und da als vegane Back- und Kochfee gearbeitet. Währenddessen ist purehabits geboren und die Idee für die Workshops.

5. Wie kamst du auf die Idee mit puren Kosmetika, Cremes etc. zu arbeiten? 

Mit meinem Freund, der einen großen Teil dazu beigetragen hat, habe ich mich immer mehr mit einer gesunden und möglichst natürlichen Lebensweise beschäftigt. Es wurde viel an der Ernährung geschraubt. Wir fingen an Kräuter zu sammeln, Smoothies zu trinken, keine tierischen Produkte und keine industriell verbreiteten und fertigen Nahrungsmittel mehr zu essen. Einfach so frisch und naturbelassen wie möglich zu leben. Und das zieht sich dann immer weiter durch den Alltag; für mich, vor allem, in der Hautpflege. Denn gerade hier werden so viele künstliche und schädliche Substanzen verwendet, die uns genauso krank machen können, wie die „falsche“ Nahrung. Ich stelle so viel wie möglich selber her – einfach um zu wissen, was drin ist, wo es herkommt und weiter gedacht, um die Umwelt zu schonen.

6. Seit wann bist du selbständig, wie strukturierst du dich? Was hat sich bis jetzt für dich geändert? 

Seit 2007 bin ich selbstständig, mit ein/zwei Jährchen Unterbrechung als Angestellte. Strukturiert bin ich meines Erachtens gar nicht. Ich tue Dinge dann, wenn ich gerade eine gute Idee habe und im Flow bin. Klar gibt es to do’s, die man zu einer bestimmten Zeit abgehakt haben muss. Dafür schreibe ich ganz einfach Listen. Ich versuche auf meinen Körper zu hören. Der zeigt einem immer, wo es lang geht. Sträubt sich der Kopf total dagegen einen tollen Text zu formulieren, gehe ich halt raus und bewege mich oder in die Stadt, um ihn durch andere Bilder zu befreien. Irgendwie funktioniert’s :).

7. Trennst du Privat-und Berufsleben? 

Nein. Das ist mittlerweile verschmolzen. Und das ist gut so!

8. Wann und wo kann man bei dir Workshops buchen? 

Im Moment gibt es noch keine Termine für das zweite Halbjahr. Jedenfalls noch nicht veröffentlicht. Im Kurkuma der veganen Kochschule in Eimsbüttel gibt es Workshops und demnächst auch in anderen Stadtteilen. Tickets und Infos gibt es immer auf meiner Webseite oder den Seiten der entsprechenden Locations.

9. Was verbindest du mit Achtsamkeit? 

Achtsamkeit heißt für mich mit offenen Augen durch’s Leben zu gehen und auf den eigenen Körper und Geist zu hören. Ich denke, das haben wir verlernt. Wenn ich z.B. durch die Weltgeschichte gehe, schaue ich mir bewusst die kleinen Dinge an, wie die Bienen, die gerade an den Blüten arbeiten. Oder die Pflanzen, wie ihre Farben aussehen, wie sie sich anfühlen… Aber auch mal ganz alltägliche Dinge ganz bewusst und achtsam zu machen wie z.B. das Zähneputzen oder das Essen. Einfach zu spüren, was ich da eigentlich gerade mache. Einfach zu spüren, was ich da eigentlich gerade mache.

Hautpflege

10. Was verbindest du mit der Rubrik Bewegung? 

Bewegung ist ein wichtiger Teil des Lebens. Wir sind nicht als Sesselpupser geboren ?.  Das bedeutet aber nicht, dass man jeden Tag Leistungssport machen sollte! Ich gehe jeden Tag spazieren – an der frischen Luft (praktisch, dass ich einen Hund habe), tanze durch die Wohnung –  zu  meiner Lieblingsmusik, mache regelmäßig Yoga und gehe ab und zu mal joggen. Alles aber immer so, wie es mein Körper gerade will.

11) Was verbindest du mit der Rubrik Entspannung? 

Auch soooo wichtig! Ich bin zwar von Grund auf ein recht entspannter Mensch, nehme mir aber trotzdem jeden Tag Zeit, in der ich komplett runterfahren kann. Das sieht immer anders aus. Ein Buch lesen, ein langes Bad nehmen, Yoga, einfach nur da liegen und in den Himmel schauen. Mit Meditation tue ich mich ein bisschen schwierig, aber das ist eine richtig gute Sache, die jeder lernen sollte.

12) Was verbindest du mit der Rubrik Ernährung?

Großes Thema bei mir. Damit beschäftige ich mich jeden Tag. Weil es interessant ist, ich gerne koche und die Ernährung in meinen Augen eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Thema für die Gesundheit ist. Außerdem macht es großen Spaß Neues zu probieren und zu experimentieren. Ich esse sehr gern :).

13. Du bist Veganerin, seit wann und warum? 

Seit ca. vier Jahren lebe ich vegan. Das hat sich peu à peu entwickelt. Habe mich immer mehr mit Ernährung, Gesundheit und Umwelt beschäftigt: Kein Schweinefleisch mehr, dann nur noch Fisch, dann vegetarisch und schließlich vegan. Je mehr ich über gesunde Ernährung und Massentierhaltung wusste, desto weniger wollte und will ich das durch meinen Konsum unterstützen. Also in erster Linie sind es die Tiere und die Umwelt, die mir am Herzen liegen. Nebenbei bekommt es mir super gut. Aber auch als Veganer sollte man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Vegan ist nicht gleich gesund.

14. Was kommt bei dir am liebsten morgens, mittags und abends auf den Tisch? 

Morgens bzw. mittags (kommt drauf an, wann sich der Hunger meldet) liebe ich eine große Portion Obstsalat, mit Zitronensaft und Olivenöl. Evtl. kommen noch Toppings, wie Hanfsamen, Nüsse oder Beeren dazu. Das Mittagessen fällt manchmal aus oder ich esse einen Salat mit allem was der Bioladen ganz frisch hergibt. Im Winter esse ich gern Suppe oder Eintopf. Abends esse ich gern eine Brotzeit mit selbstgemachtem Aufstrich und verschiedenem Gemüse.

15. Hast du schon mal Karma-Punkte gesammelt, soziale Projekte unterstützt, gute Taten erbracht etc.? 

Hhhhhmm nicht direkt. Natürlich unterschreibe ich fleißig Petitionen, wenn mir ein Thema am Herzen liegt und einige Karma-Punkte gehen, denke ich, auf mein Konto, weil ich durch meinen Lifestyle allgemein die Tiere und (soweit es geht) die Umwelt schütze.

16. Was oder wer sind deine Gesundheitsunterstützer? 

Mein Freund ?. Er kennt sich sehr gut aus, wir haben zusammen viel gelernt und sind einen Weg gegangen. Wenn es mir nicht gut geht, versorgt er mich mit allem, was mich unterstützen kann.

17. Was blockiert deine Gesundheit? 

Auf jeden Fall blockiert es meine Gesundheit, wenn ich mental nicht gut drauf bin. Mein Körper reagiert sofort mit unterschiedlichen Symptomen. Aber auch wenn ich über die Strenge schlage und zu viel von einer bestimmten Sache zu mir nehme. Z.B. Zucker oder Getreide.

18. Gibt es ein besonderes Gesundheitsmittel/Tipps/Tricks in Bezug auf deine Gesundheit, die du den Lesern preisgeben möchtest? 

Das ist eigentlich nichts Besonderes oder Neues mehr: Wasser! Trinken! In vielen Gesprächen höre ich immer noch so oft, dass viele nicht genug trinken. Wobei „genug“ auch für jeden eine andere Menge bedeutet. Aber ich merke, dass es unheimlich gut tut, wenn ich ausreichend Wasser am Tag trinke. Meinem Körper, meiner Haut und dem Geist. Am besten stilles Quellwasser. Bitte nicht aus Plastikflaschen!
Morgens eine heiße Zitrone oder ein milchsauer vergorenes Getränk trinken tut dem Darm und damit dem ganzen Körper gut. Das hat sich bei mir eingebürgert.
Und nur essen, wenn man wirklich Hunger hat, einfach mehr auf den Bauch hören!

19. Was ist dein größter Traum? 

Das ist die Frage der Fragen. Ich habe viele Träume. Welcher ist der größte? Mein Traum oder Ziel ist es völlig unabhängig zu sein (z.B. gerade dort leben, wo es mir gerade gefällt). Und das, womit ich Geld verdiene, soll meine Lebensform sein und nicht ein Job oder eine Arbeit. Außerdem möchte ich noch ganz viel rum kommen in der Welt 🙂

Liebe Katharina, ich danke dir für deine offenen und umfangreichen Antworten und dass du dir Zeit und Ruhe genommen hast. Lass uns gerne mal wieder einen Tee oder Kaltgetränk im Golden Temple oder einem anderen schönen Plätzchen trinken …mit plätschernden Bächen im Hintergrund …oder halt so ähnlich ;).

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